Übergänge
Serie von inszenierten Fotografien 2009
Übergänge zwischen Sehen und Gesehenwerden, zwischen Angst und Begehren und zwischen tradierten Bildern und eigenem Bildgestrüpp bilden den inhaltlichen Rahmen für die Serie. Die Neukombination verschiedener Bildteile im abgedunkelten Raum eröffnet Spielraum für Assoziationen eigener Art. Es entstehen scharfe und unscharfe Zonen, es ist etwas zu sehen, was jedes Kind kennt (Tiere), demgegenüber nimmt man unklare Bereiche wahr, der Wald ist mal sonnig, mal düster und Konturen verschwimmen.
Ausgangspunkt für die Serie „Übergänge“ war die Beschäftigung mit dem Wald als Ort von Ursprung und Urangst, aber auch als Ort mit vielfältigem Formen und Lichtverhältnissen. Der Wald ist eine Kondensation von Entwicklung, eine sehr lange Zeit wird geschlossen in ihrer Fruchtbarkeit sichtbar und Entstehen und Vergehen werden in ein begehbares Bild gebracht.
Zeitgleich fand die Beschäftigung mit Tieren statt, es entstanden Aufnahmen im Museum König in Bonn und der mich stark berührende Übergangszustand der Exponate zwischen tot und lebendig nahm Bezug auf zu den Bildern, die im Wald gefunden wurden.
Zu einem bildwichtigen Thema aber wurden diese Bestandteile erst, als sie im abgedunkelten Projektionsraum eines Ateliers zueinander fanden. Die bei der Recherche schon immer vorhandenen Fragen nach dem Übergang zwischen Natur und Kultur, zwischen Mensch und Tier wurden bei der Neukombination neu gestellt. Ich sehe meine Arbeiten als Lösungsversuche für Fragen an, hier nun fand sich erneut die Frage nach dem Mensch als Übergangswesen zwischen Tieren und Bildern: Wie wird der Mensch sich selbst faßbar, wenn er sich dieser Übergangsprozesse bewußt wird?
Offenes Atelier 2008
Zu sehen sind aktuelle Arbeiten aus der Werkreihe "Maria". Ein unbekanntes, aber definitiv reales Leben wird auf Bilder hin untersucht. Maria lebt(e) im Ruhrgebiet und Rheinland, hat(te) mindestens zwei Kinder und ist, falls sie noch lebt, zur Zeit ca. 75 Jahre alt. Die erhaltenen Schnappschüsse aus ihrem Leben sind Material und Projektionsfläche für eine künstlerische Auseinandersetzung mit Zeit, Geschichte, Biographie, mit Deutschland, dem Wald, Weindörfern und Gardinenstoffen, mit Müttern, Vätern und Großeltern – und mit Fotografie, die nicht existiert ohne Malerei.
Krieler Str. 17 Untergeschoss
Fr 24.10.08 19 - 21 Uhr
Sa 25.10.08 14 - 18 Uhr
So 26.10.08 11 - 16 Uhr